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Rom (Imperium)
a0069 - Salonina
SALONINA AUG
Büste vor Halbmond rechts
DEAE SE - GETIAE
Tempel, 4-s., Segetia
Antonian | 21 mm | 5.18 g | 1 h C 36, RIC 5
Köln oder Lyon 258/9.

4-säuliger Tempel ohne Architrav auf Stylobat, im Innern Segetia frontal stehend mit Nimbus, in den Händen Zweige (?), darüber bogenähnliches Objekt (s.u).
Deae Segetiae (Segetia, Seja, Semonia, Tutulina ua) waren alte vorrömische Feldgottheiten (Saat, Aufgang der Saat, Ernte ua), die mit der Zeit in Ceres aufgingen. Sie hatten in Rom wohl nur einen Altar, keinen Tempel, der erst von Salonina in Zeiten der Not errichtet wurde.

Es handelt sich sicher nicht um die Darstellung eines 'Syrischen Giebels'. Wäre die auf D.F.Brown (s.u. S.393) zurückgehende (auch heute noch gelegentlich aufgenommene) Interpretation des 'Bogens' unterhalb der Giebelschrägen als "arcuated lintel" zutreffend, so wäre die Prägung der einzige Beleg für eine stadtrömische numismatische Rezeption dieser Giebeldarstellung. Das ist wohl unwahrscheinlich. Eher wird man den 'Bogen' als (aufgeblähten) Schleier deuten können; vgl. ähnliche Pose der Leto (zB Tripolis/ Lydien #a0810img) *.

(*) vgl. Heliopolis, zB BMC 21: ebensolcher Schleier, jedoch nicht von Göttin, sondern (wohl) von Victorien gehalten.

Literatur:

Brown, D.F.: The Arcuated Lintel and its Symbolic Interpretation in Late Antique Art, AJA 46 (1942), S.389-399

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Zuletzt geändert am: 2018-01-17 22:50:18