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Nisibis/ Nesibis (Mesopotamia)
a0664 - Philippus I
ΑΥΤΟΚ Κ Μ ΙΟΥΛ ΦΙΛΙΠΠΟϹ ϹЄΒ
Büste mit Krone links
ΙΟΥ ϹЄΠ ΚΟΛΩ ΝЄϹΙΒΙ ΜΗΤ
Tempel, 6-s., Kultbild, Flußgott, Widder
AE | 26 mm | 10.56 g | 12 h -;
6-säuliger Tempel mit gedrehten Säulen ohne durchgehende Basis. Im Gegensatz zu den 4-säuligen Schreinen (s.o.) ist zwar ein von einem Bogen durchbrochener Architrav vorhanden, jedoch nicht waagerecht, sondern ebenso von innen nach außen leicht schräg ansteigend wie die beidseitigen Stylobata. Da die Säulen alle von gleicher Höhe sind, scheinen sie von innen nach hinten außen versetzt. Die Schräggiebel in zwei Perlschnurreihen lagern über einem eher spitzrunden Perlschnurbogen, unter dem noch eine schmale spitzbogige Linie verläuft.
Im Innern ein kuhköpfiges weibliches Simulacrum, unter dessen Füßen ein schwimmender Flußgott und über dessen Kopf ein nach rechts springender Widder.

Vgl. 4-säulig (#a0345img, Philipp I.), (#a0294img, Philipp II.), (#a0050img, Otacilia); 6-säulige Tempelfront mit Dreiecksgiebel (#a0689img, s.dort).

Bds. stempelgleich: (#k1876 = Aukt. MuM 20/973).
Vs.stempelgleich: ua BMC 21, Righ 2620.

Es handelt sich nicht um einen 'syrischen Bogen' im eigentlichen Sinn, da der Bogen den Architrav nicht mit allen Faszien/Lagen fortsetzt.

Diese Münze widerlegt die Ansicht von Drew-Bear (S.55f), daß diese Serie von Tempeldarstellungen einen 4-säuligen Bau mit quadratischem Grundriß in Nisibis zum Vorbild habe (Kunstgriff, die rückwärtigen Säulen jeweils nach außen vorzuschwenken).

Literatur:

Drew-Bear, T.: Representations of Temples on the Greek Imperial Coinage, Museum Notes 19, New York 1974, S.27-63

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Zuletzt geändert am: 2017-12-01 12:16:23