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Philippopolis (Thrakia)
a0999 - Caracalla
ΑΥΤ Κ Μ ΑΥΡΗ - ΑΝΤΩΝΕΙΝΟϹ
Kopf belorbeert rechts
ΜΗΤΡΟ - ΠΟ - ΦΙ - ΛΙΠΠΟ / ΠΟΛΕΩϹ
Akropolis, Kolonnade, Tempel über Eck l.
AE | 29 mm | 13.76 g | 12 h Varbanov engl. 1519
Auf einer Bodenlinie erhebt sich ein von Bäumen/ Büschen bewachsener felsiger Hügel, obenauf links eine Kolonnade und rechts ein Tempel über Eck nach links gerichtet. Die vier Säulen der Kolonnade ruhen auf einem einfachen Unterbau und tragen ein zweireihiges Epistyl, darauf sechs zinnenähnliche (?) Objekte. Der zweistufige Unterbau des Tempels ist vom Boden der Kolonnade abgesetzt, die Bauten sind also nicht auf gleichem Niveau errichtet. Der Tempel selbst besitzt in der Front vier Säulen; auf der Seite zwischen den Ecksäulen ist ein hier nur noch schemenhaft erkennbarer thrakischer Reiter zu denken. Der Dreiecksgiebel (mit Akroteren und Punkt im Feld) steht als pars pro toto für das nicht dargestellte Satteldach. Im Tempelinnern ist eine nicht sicher zu identifizierende männliche Figur zu sehen, es mag sich aber wohl um Apollo (Kendrises) handeln (s. Kolev/ 1991, S.511).
Auf der Bodenlinie ist links ein 4-säuliger Tempel in Frontalansicht noch gut zu erkennen; dagegen ist eine Säule mit einem (Apollo-) Standbild (s. Notiz zu #a0239img) auf halber Höhe des Hügels (genau in der Münzmitte über dem "E") nur noch zu erahnen. An der rechten Seite des Hügels sieht man 4 Bögen als Teilansicht eines Aquaeduktes.

Ähnlich versteckt erscheint ein Aquaedukt auf einer Prägung des Gordianus aus Hadrianopolis (Jurukova 486, nicht in dieser Sammlung): hier lagert ein Wassergott auf einer Bogenreihe, die sich von einem Münzrand zum andern erstreckt.

Die Münze gehört jedenfalls zu den 'photographischen' Ansichten der Stadt (s. zB #a0709img, #a0807img, #a0945img), sie stellt die Anhöhe 'Dzendemtepe' mit noch heute nachweisbaren Relikten des ursprünglich 22 km langen Aquaeduktes dar (Kolev/ 1998, S.358f; Bieernacka/ 1973, S.221-27).

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Zuletzt geändert am: 2017-12-01 12:16:23