im Detail
Rom (Imperium)
a0201 - Antoninus Pius |
DIVUS ANTONINUS
Kopf rechts
|
|
CONSECRATIO
Grabmal (Rogus)
|
| Denar | 16 mm | 2.95 g | 12 h | C 164 |
Grabmal, Scheiterhaufen (ustrinum), Rogus von 4 (auch 5, zB Septimius Severus oder nur 3, zB Claudius II #a0605
) pyramidenartig sich verjüngenden Stockwerken ("like a wedding cake", Hill, S. 47), die gleichartig und fast stereotyp ausgearbeitet sind. Vor dem unteren Stock hängen drei große Girlanden und angedeutet weiterer Schmuck. Die zweite Etage zeigt eine geschlossene Tür zwischen je zwei Bögen/ Nischen. Das dritte Stockwerk hat 3 ( Bei Faustina II jedoch 5) von diesen Bögen. Auf beiden Etagen steht in jedem Bogen eine Figur. An den äußeren Rändern des 3. Stocks sind auf den Nominalen des Antonius Pius je eine Fackel angebracht, dazwischen die von Tüchern abgedeckte 4. Etage, gekrönt von einer von vorn gesehenen Quadriga.
Variante (#a0314
, dort offene Tür auf der 2. Etage), Sesterz (#a0374
), Faustina I Sesterz (andersartiger Bau, s.#a0679
), Faustina II Sesterz (#a0364
), Septimius Severus (s. Notiz zu #a0854
), Claudius II Antonian (s. Notiz zu #a0605
) mit größeren Unterschieden (ua 3-stöckig, in toto gemauert).
Der Sesterz der Faustina jun. zeigt die Fackeln bds. der Quadriga.
Der Antonian des Claudius II. (#a0605
) besitzt nur drei (gemauerte) Stockwerke; die girlandengeschmückte Basisetage fehlt, sodaß die bogige Tür nun zu ebener Erde erscheint. Anstelle der Fackeln stehen zwei Statuen, anstelle der Quadriga sieht man ein loderndes Feuer in einer Schale.
Die Gleichartigkeit der Ausführung über viele Jahre läßt vermuten, daß ein solcher Bau dauernder Bestandteil der Bestattungszeremonien gewesen ist. Obwohl der Bau ja doch erhebliche Maße gehabt haben muß, ist es andererseits verwunderlich, daß keine verwendbaren Nachrichten oder auch archäologische Hinweise vorliegen. Die Münzen selbst können natürlich weder darüber Auskunft geben, ob diese Bauten nun steinern oder hölzern oder kombiniert waren, noch darüber, ob alle Bauteile (zB Quadriga) als wirklich oder als symbolhaft zu verstehen sind. Am ehesten einleuchtend, wenn auch spekulativ, scheint mir zu sein, daß die drei unteren Etagen dauerhaft gemauert waren, das vierte (hölzerne) Stockwerk den Leichnam/ Puppe zur Verbrennung aufnahm, die Quadriga jedoch nur auf den Münzen als Symbol für die Apotheose erschien. Eine seltene Variante zeigt das oberste Stockwerk unverhüllt (#k0654, #k2235) in gleicher Weise wie (#a0340
, #a0513
), also nicht gemauert, sondern anscheinend gezimmert. Ein Sesterz der J.Maesa zeigt Leichnam/ Puppe (!) im 2.Stock (#k0489), so wohl auch der Denar für Septimius Severus (#a0854
).
((Vgl.Augustus-Grab Rom
) pyramidenartig sich verjüngenden Stockwerken ("like a wedding cake", Hill, S. 47), die gleichartig und fast stereotyp ausgearbeitet sind. Vor dem unteren Stock hängen drei große Girlanden und angedeutet weiterer Schmuck. Die zweite Etage zeigt eine geschlossene Tür zwischen je zwei Bögen/ Nischen. Das dritte Stockwerk hat 3 ( Bei Faustina II jedoch 5) von diesen Bögen. Auf beiden Etagen steht in jedem Bogen eine Figur. An den äußeren Rändern des 3. Stocks sind auf den Nominalen des Antonius Pius je eine Fackel angebracht, dazwischen die von Tüchern abgedeckte 4. Etage, gekrönt von einer von vorn gesehenen Quadriga.Variante (#a0314
, dort offene Tür auf der 2. Etage), Sesterz (#a0374
), Faustina I Sesterz (andersartiger Bau, s.#a0679
), Faustina II Sesterz (#a0364
), Septimius Severus (s. Notiz zu #a0854
), Claudius II Antonian (s. Notiz zu #a0605
) mit größeren Unterschieden (ua 3-stöckig, in toto gemauert).Der Sesterz der Faustina jun. zeigt die Fackeln bds. der Quadriga.
Der Antonian des Claudius II. (#a0605
) besitzt nur drei (gemauerte) Stockwerke; die girlandengeschmückte Basisetage fehlt, sodaß die bogige Tür nun zu ebener Erde erscheint. Anstelle der Fackeln stehen zwei Statuen, anstelle der Quadriga sieht man ein loderndes Feuer in einer Schale.Die Gleichartigkeit der Ausführung über viele Jahre läßt vermuten, daß ein solcher Bau dauernder Bestandteil der Bestattungszeremonien gewesen ist. Obwohl der Bau ja doch erhebliche Maße gehabt haben muß, ist es andererseits verwunderlich, daß keine verwendbaren Nachrichten oder auch archäologische Hinweise vorliegen. Die Münzen selbst können natürlich weder darüber Auskunft geben, ob diese Bauten nun steinern oder hölzern oder kombiniert waren, noch darüber, ob alle Bauteile (zB Quadriga) als wirklich oder als symbolhaft zu verstehen sind. Am ehesten einleuchtend, wenn auch spekulativ, scheint mir zu sein, daß die drei unteren Etagen dauerhaft gemauert waren, das vierte (hölzerne) Stockwerk den Leichnam/ Puppe zur Verbrennung aufnahm, die Quadriga jedoch nur auf den Münzen als Symbol für die Apotheose erschien. Eine seltene Variante zeigt das oberste Stockwerk unverhüllt (#k0654, #k2235) in gleicher Weise wie (#a0340
, #a0513
), also nicht gemauert, sondern anscheinend gezimmert. Ein Sesterz der J.Maesa zeigt Leichnam/ Puppe (!) im 2.Stock (#k0489), so wohl auch der Denar für Septimius Severus (#a0854
).((Vgl.Augustus-Grab Rom
Literatur:
Hill,P.V.: Buildings and Monuments of Rome on the Coins...,The Numismatic Chronicle 144(1984),pp.33-51

