im Detail
# Koinon (Makedonia)
a0554 - ANONYM |
ΑΛЄΞΑΝΔΡ(ΟΥ)
Kopf Alexander rechts
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ΚΟΙΝΟΝ ΜΑ - ΚЄΔΟΝΩΝ - Β ΝΕΟ
2 Tempel, diagonal vis a vis
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| AE | 29 mm | 14.89 g | 12 h | (AMNG 594v), (BMC 130v), McClean 139.12 |
Unter Gordian, 2 Neokorien.
Zwei 5-säulige Tempel (ingesamt jeweils 9 Säulen) auf dreistufigem trapezförmigem Unterbau und mit gefelderten Dächern (links 3x3, rechts 2x8 Felder) schräg vis a vis. Die Giebel und Architrave sind durch jeweils zwei Perlschnurreihen dargestellt. Auffällig ist, daß die Dachfirste nicht die Giebelspitzen treffen sondern beträchtlich tiefer liegen. Es handelt sich jedoch nicht um Schaugiebel, sondern um Unzulänglichkeit des Stempelschneiders : die Giebel sind zu steil/spitz geraten, sodaß (infolge der Münzrundung)ein waagerechter Dachfirst nicht gepaßt hätte. Andere Graveure behalfen sich mit einem unrealistisch nach rückwärts schrägen First, zB (#a0278
, #a0435
).
Vgl. (#a0434
, #a0479
, #a0593
).
AMNG u. BMC mit anderer Leg.anordnung.
Vs. Die häufigere Verwendung von Alexander-Motiven in den Balkanprovinzen bezieht sich natürlich auf dessen Herkunft aus Makedonien. Dieser Bildgebung liegt aber in der teils prekären militärischen Lage auch der Wunsch zugrunde, am 'Siegergen' des Heerführers teilzuhaben.
Prägeort (und Standort der Kaiserkulttempel) war Beroea, der Hauptort des Koinon und Schauplatz der zugehörigen Spiele ("ΑΛΕΞΑΝΔΡΕΙΑ").
Zwei 5-säulige Tempel (ingesamt jeweils 9 Säulen) auf dreistufigem trapezförmigem Unterbau und mit gefelderten Dächern (links 3x3, rechts 2x8 Felder) schräg vis a vis. Die Giebel und Architrave sind durch jeweils zwei Perlschnurreihen dargestellt. Auffällig ist, daß die Dachfirste nicht die Giebelspitzen treffen sondern beträchtlich tiefer liegen. Es handelt sich jedoch nicht um Schaugiebel, sondern um Unzulänglichkeit des Stempelschneiders : die Giebel sind zu steil/spitz geraten, sodaß (infolge der Münzrundung)ein waagerechter Dachfirst nicht gepaßt hätte. Andere Graveure behalfen sich mit einem unrealistisch nach rückwärts schrägen First, zB (#a0278
, #a0435
).Vgl. (#a0434
, #a0479
, #a0593
).AMNG u. BMC mit anderer Leg.anordnung.
Vs. Die häufigere Verwendung von Alexander-Motiven in den Balkanprovinzen bezieht sich natürlich auf dessen Herkunft aus Makedonien. Dieser Bildgebung liegt aber in der teils prekären militärischen Lage auch der Wunsch zugrunde, am 'Siegergen' des Heerführers teilzuhaben.
Prägeort (und Standort der Kaiserkulttempel) war Beroea, der Hauptort des Koinon und Schauplatz der zugehörigen Spiele ("ΑΛΕΞΑΝΔΡΕΙΑ").
Literatur:
Leschhorn,W.: Griechische Agone in Makedonien und Thrakien...in Stephanos nomismatikos,S.400ff

