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Caesarea ad Libanum (Phoinikia)
a0862 - Alexander Severus
AUR (ALEXANΔ (!) CESAR)
Büste mit Krone rechts
(COL CES) - AR - IA/ ITUR
Tempel, 4-s., Astarte
AE | 24 mm | 7.59 g | 1 h Lindgren I.2288, BMC 9, Yale 2001.87.13467
Ein hoher Bogen überspannt ein zentrales Interkolumnium, in dem zwei gleich große Figuren zu sehen sind: eine rechts stehende männliche Figur bekränzt Astarte. Darunter, ohne trennende Bodenlinie, der Torso eines nach rechts schwimmenden Flußgottes. Die Schenkel des Bogens ruhen auf den inneren Enden zweier Epistyle, die bds. einem Paar (wohl aus gedrehten) Säulen aufliegen. Ein Dreiecksgiebel mit Giebelschrägen ist definitiv nicht dargestellt. Zu den beiden seitlichen Interkolumnien führen jeweils von außen unten dreistufige Treppen, auf deren oberster Stufe jeweils eine weibliche Figur mit erhobenen Armen zu sehen.

Av.: Die Strahlenkrone ist nur mit Mühe, aber doch sicher am Original zu erkennen.

Ref. (und #k7093) Rs.von anderem Stempel.
Cohen 694: diff. Legende und Jahreszahl in ex.

Eine 4- säulige Front mit zentralem Bogen und ohne (Dreiecks-) Giebel ist selten dargestellt (nur Dekapolis ?), ua auch in Abila (ANS 1126, Spijk. 15,16,19), Capitolias (Spijk. 19, 23), Esbous (Spijk. 3); ähnlich Dikaisareia-Sepphoris (#a0727img).

Für diese Art "Tempel" sind mW keine archäologischen oder bildhafte Äquivalente bekannt. Vermutlich ist deshalb auch hier keine einheitliche Tempelfront dargestellt. Insbesondere könnten die schräg laufenden Treppen ohne durchgehende Bodenlinie (und auch der fehlende Dreiecksgiebel) Hinweise darauf sein, daß zB Seitenflügel in parallelperspektivischer Sicht jeweils um die inneren Säulen nach vorn gedreht zu verstehen sind, um Ansichten aus dem Innern des Baus nach vorn zu rücken (vgl. a).
Im übrigen ist auch hier wieder auffällig (vgl. a), daß der durch den 'syrischen Bogen' gewonnene Raum nicht wirklich genutzt wird, um die Götterbilder in maximaler Größe ins Bild zu setzen. Es ist also durchaus denkbar, daß die tatsächliche Intention dieses Stilmittels sich nicht überall und durchgängig etablieren konnte, sondern zumindest in einigen Fällen nur eine Manier/ Mode darstellte (ohne Verständnis für die eigtl.Intention).

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Zuletzt geändert am: 2013-04-08 19:30:49