10-8 v.Chr.

4-säuliger Tempel (der Astarte ?) mit Epistyl und davon hoch abgesetztem figuren- geschmückten Giebel auf hohem Podium, mittig davor Altar. Kugeliger Firstakroter. Bds. freistehende Säulen.
Die einzeln stehenden Säulen können als Verkürzung von Kolonnaden zu interpretieren sein; darauf weisen die andeutungsweise erkennbaren Architrave hin. Statt des Altars werden in Münzbeschreibungen häufig Treppenstufen gesehen; diese sind auch auf gut erhaltenen Exemplaren nirgends sichtbar, sodaß man davon ausgehen kann, daß der (in dieser Region typische) schmale Aufgang zum Tempel hinter dem Altar verborgen ist (so Trell, S.31).

Zur Treppe (Podiumstempel) s. Notiz zu #a0089img.

Ref.: diese Jahreszahl (oh.Abb.); diverse Varianten, insbes. bzgl. der Daten (s.Ref. Var.).

Die Rs. nimmt Bezug auf die Entführung der blumenlesenden Europa durch Zeus in der Gestalt eines weißen Stiers, die - wie bei Zeus nicht anders zu erwarten - Folgen hatte: 3 Söhne, ua Minos.

Fundort des Alexandersarkophags.

Literatur:

Trell, B.L.: Architectura numismatica orientalis. A short guide to the numismatic formulae of Roman Syrian die-makers, NC 10 (1970), S.29-50, Abb.1-111