1.Hälfte 1.Jhdt. vor Chr., der Bildtypus wurde schon ab dem 3.Jhdt.verwendet (BMC 142).

Auf rechteckiger Basis ein Torus, darüber eine schlanke Säule; in deren Mitte bds. je ein haken- oder wasserhahnartiges Objekt, sowie ein sicher ähnliches, jedoch kaum beschreibbares Gebilde von vorn. Auf der Höhe der Säule eine schirm- oder pilzähnliche Bedeckung mit einem zentralen Knauf (?). Der Unterrand der Bedeckung besteht aus einer leicht nach oben konkav geschwungenen (und damit die Kreisform andeutenden) Reihe von Punkten (Globen oä). Das 'Monument' wird von einem Dreizack links und einer Prora rechts gerahmt.

Alle o.g. Ref. sind offenbar stempelgleich.
Weitere Ex. (#k4440, #k4458, CNG ID 238511, Auctiones 29.653), diverse Varianten mit anderen Beizeichen u. Legenden.

Es gibt eine Reihe von Abb. (ua im Haus der Venus, Pompeji), welche sehr ähnliche, allerdings eher kleinformatige Schalen auf schlanken Sockeln (zB als Vogeltränken) zeigen.
Beide Beizeichen rücken die Darstellung jedoch vielleicht in den maritimen Bereich, die Interpretation als Leuchtfeuer ((so zB ) erscheint dennoch phantasievoll. Wegen der wasserhahnähnlichen Applikationen ist dagegen Deutung als Brunnen (im Hafengelände ?) naheliegend.
Fast alle Ref. sehen in dem Objekt ungeachtet der früheren Deutungen als "Köcher" (was definitiv nicht zutreffen kann) einen Wasserspender (im weiten Sinn) - nach Bernhard (*) ein "hoher Pumpbrunnen" aus dem 4./3.Jhdt. (?), vielleicht nach Head (H.N., S.439: "columnar pump or drinking fountain", "furnished with spouts halfway up the column"). Zur Basis des Brunnens s. LHS 96.1124: "abasin below to catch the flowing water".

Münzen mit Wasserspeiern/ Fontänen (s. Notiz zu #a0232img).

(*) zu den Lebzeiten der älteren Autoren noch allgegenwärtig; der Schwengel als sichtbares wichtiges Bauteil fehlt jedoch.

Literatur:

Bernhard, O.: Über Badewesen und Hygienisches auf griechischen und römischen Münzen, Schweizer Numismat.R. 24 (1928), S.331-358