112/3 n.Chr. ("COS VI"); der Trajansbogen in Benevent war 114 n.Chr. zum Abschluß der Straßenbauarbeiten fertiggestellt.

Nach links gelagerte weibliche Personifikation der VIA TRAIANA, die Linke auf einen Felsen gestützt und einen Zweig haltend; die Rechte hält ein Rad, welches auf den Oberschenkel aufgestellt ist.
Hill (1985, S.92) zieht in Betracht, daß die Münze eine tatsächlich existierende Plastik wiedergibt, auch wenn der reale Standort unbekannt ist.

Es fällt angesichts der überdurchschnittlich reichhaltigen Architekturprägungen Trajans auf, daß er im Vergleich mit Augustus ( 'MUNITAE' Denare, zB RIC 142, 144) seine Aktivitäten im Straßen- und Brückenbau lediglich symbolisch (s. auch Notiz zu #a0109img), nicht aber mittels Bildern von realen Monumenten propagiert.

Der Neubau einer Parallelverbindung zur alten Via Appia (über Tarent) vom Abzweig Benevent verkürzte die übliche Reisezeit nach Brundisium dank einer günstigeren insgesamt flachen Streckenführung um mehr als einen Tag (Rom - Brundisium 10-11 Tage!). Der Bau, von Traian persönlich finanziert, war wohl einige Jahre vor der Münzprägung abgeschlossen.
Ua bei Monopoli sind sehr eindrückliche Spurrillen - die Trasse verlief hier im gewachsenen Fels - zu sehen.