4-säuliger korinthischer Tempel auf einer Basis aus zwei Perlschnüren; auch Architrav und die Giebelschrägen sind zweireihig in Perlschnurmanier. First- und Eckakrotere, Giebeldekor. Im geweiteten mittleren Interkolumnium ein undeutliches, jedoch sicher als Asklepios zu identifizierendes (AMNG, S.403) Götterbild. Unter der Tempelbasis ist ein waagerecht gekerbtes Segment zu sehen, welches sich mit seiner Rundung dem Münzrund anpaßt. Für Pick handelt es sich um einen "dreistufigen Unterbau". Handelte es sich allerdings tatsächlich um einen einheitlichen "Unterbau", hätte der Graveur sich wohl nicht die Mühe gemacht, die eigentlichen Tempelstufen (in Perlschnur, analog zum Architrav) auf andere Art auszuarbeiten als das darunter befindliche "Segment"; insofern wäre nach einer weiteren Erklärung zu suchen, zumal eine solche Darstellung sehr ungewöhnlich (ähnliche Beispiele sind mir nicht bekannt) ist.

Abb. Sear u. Hristova/Jekov stempelgleich.