Die insgesamt sechs Tempel des Tempelbezirks (in einem Hain) sind in drei 'Etagen' angeordnet: das obere Münzsegment zeigt drei, der mittlere zwei und der untere Abschnitt einen Tempel. Alle Tempel stehen auf eigener Basis und sind nicht durch eine gemeinsame Bodenlinie miteinander verbunden. Die Tempel besitzen eine 2-säulige Front, einen Dreiecksgiebel und eine (nicht identifizierbare) Kultfigur im Interkolumnium.
In der oberen Reihe steht zentral ein größerer Bau mit fallendem First über Eck nach links, auf beiden Seiten von je einer kleineren Tempelfront flankiert; zwischen den Tempeln jeweils ein großer Baum. Im mittleren und im unteren Abschnitt des Münzbildes ist jeweils ein weiterer großer Tempel über Eck nach links abgebildet. Links neben dem Tempel in Bildmitte ist ein Altar, rechts neben dem Tempel (mit Mühe) eine Tempelfront zu erkennen. Bds. am Münzrand sieht man ein Baumpaar, bestehend aus einem sehr großen und aus einem kleinerem Baum. Auf beiden Seiten neben dem Tempel im unteren Segment scheint Buschwerk (ohne Stamm) dargestellt zu sein. Zwischen dem oberen und dem mittleren Bildabschnitt sowie unterhalb der Baumpaare (bei ca. 5 und 7 Uhr) sind Felsstrukturen in Gestalt von unregelmäßig geformten Gebilden zu erkennen.

An der zu erwartenden Stelle (bei 5 Uhr) ist schemenhaft ein nach links liegender Flußgott zu erahnen, s. auch Variante #a0883img (bds. von anderem Stempel).

Bds. stempelgleich: CNG 46.809 = Varbanov bulg. 3080 = Varbanov engl. 4833 (dort fälschlich "ΑΥ K" statt "AYT" in Vs.Legende gelesen); bes. gut erhalten: #k09425.

Ähnliche Rs. mit unterschiedlicher Anordnung der Tempel und mit anderer Legendentrennung für Caracalla (Ruzicka 712, Abb.VI.12).

Literatur:

Ruzicka, L.: Die Münzen von Pautalia, Sofia 1932