4-säuliger ionischer Tempel auf vier Stufen mit hohem Architrav und Dreiecksgiebel. Die Giebelstrukturen sind doppelreihig als Perlschnüre wiedergegeben. Im Giebeldreieck mittig ein quadratisches 'Fenster', bds. und darüber je ein Punkt. Im weiten mittleren Interkolumnium steht die Statue der Artemis Ephesia auf eigenem strichförmigen Stand.

Bds.stempelgleich: Karwiese (Giebeldreieck zu korrigieren: drei Punkte).
Rs.: unterschiedliche Legendentrennung und 2-stufiges Krepidoma (Karwiese Rs.Typ 11: BMC 320, Lindgren A469C u. Leypold 608).


Von Hadrian an sind die Mittelbronzen sehr gleichartig als ionische Tetrastyloi auf mehrstufiger trapezartiger Basis mit und ohne Giebelfenster dargestellt. Auch wenn die Säulenanzahl in der Tempelfront nicht der Wirklichkeit entspricht, ist natürlich der große Artemis-Tempel abgebildet; die nach oben schmäler werdenden Stufen sind ein ikonographischer Hinweis auf einen besonders großen Peripteros, ebenso wie die Fenster im Giebeldreieck (s.Notiz zu #a0066img).

Trotz der damnatio des Elagabal führten die ersten Emissionen unter Alexander Severus noch vier Neokorien an, also auch die im Rahmen des Elagabal-Kults verliehene 4.Neokorie. Sehr bald aber wurden alle Neokorie-Titel entzogen; als Ehrentitel war dann mit einer Ausnahme (s. Burrell S.78, coin type 27) insbes. (Gen.) "ΠΡΩΤΩΝ ΑϹΙΑϹ" in Gebrauch.