Die linke Hälfte des Münzbildes nimmt ein 4-säuliger ionischer Tempel über Eck (insges. 8 Säulen) ein; sicher zu erkennen ist außerdem ein 4-stufiger umlaufender Unterbau, im Giebeldreieck ist eine Schale (?) zu erahnen. Auch die Dachdeckung in Form von Platten ist nicht sehr deutlich. Dagegen handelt es sich bei der Kultfigur im Tempelinnern unzweifelhaft um das typische Bild der Artemis Ephesia, ebenso wie im Gegenstempel auf der Vs.
Die rechte Münzbildhälfte gehört dem überproportional groß dargestellten Kaiser, der über einem Altar opfert.
Eine durchgehende Bodenlinie trennt die Opferszene vom Abschnitt.

Die ebenfalls sehr seltene GB des Gordian zeigt einen Altar und eine Zypresse links vor einem Tempel (ebenfalls in Schrägseitenansicht) auf der rechten Münzbildhälfte, s.Aukt. Lanz 92.1003, nach Reinigung = CNG e211.318 (#k4357).

Vs. stempelgleich: ua MFA 1984.37 u. Mabbott 1780 (Kultbild der Artemis Ephesia auf Biga).

Gewöhnlich weisen Tempel in 3/4-Ansicht nur zwei frontale Säulen auf, sofern eine Kultfigur abgebildet ist (zB #a0509img, #a0683img, #a0809img); vier frontale Säulen sind die Ausnahme (zB #a0673img, #a0786img). Bemerkenswert ist die die diagonale Darstellung eines Tempels mit drei Frontsäulen, wobei die Kultfigur den Platz der vierten Säule einnimmt (#a0608img).

Zu kaiserlichen Opferszenen s. Notiz zu #a0118img; vgl. zB Aigeai (#a0652img, #a0931img), Anazarbos (#a0990img), Pergamon (#a0784img).