Rundbogen (zweireihig) über starken korinthischen Säulen auf einem Boden (in Perlschnurreihe), von dem zwei Tragebarren nach rechts unten abstehen. Akrotere. Jeweils auf der Innenseite der Säulen erkennt man eine parallele dünne Linie auf eigener strichförmiger Basis. Unter dem Bogen Astartebüste mit Mauerkrone nach rechts. Zwischen den Barren (hier kaum erkennbar) eine Murexschnecke.

Es ist deutlich erkennbar, daß der Graveur einen viersäuligen Schrein darzustellen versucht: die etwas geringere Höhe und insbesondere äußerst schmale Erscheinung der inneren Säulen sollen vermitteln, daß sie rückwärtig plaziert sind.
Diese Art der Darstellung ist durchaus nicht selten, zB der viersäulige Schrein des Senats von rechts (#a0026img, #a0223img) bzw. von links gesehen (#a0433img) oder einige Varianten der Villa publica (s.Notiz zu #a0019img).

Eine ganze Reihe von nahöstlichen Prägungen mit Kultbildern (meist Büsten) unter einfachen Bögen sind sehr ähnlich (Ref. BMC 478 nahezu identisch, aber ohne Griffe!). Auch wenn meist keine Tragebalken abgebildet sind, scheinen sie doch eher kleinformatige (bewegbare) Schreine darzustellen (zB #a0190img). Besonders interessant ist die Prägung (#a0763img, s.dort), die einen Bogen innerhalb einer klassischen Tempelfront mit Tragegriffen zeigt.