6-säuliger gedrungener ionischer Tempel mit Perlschnurgebälk auf dreistufiger Krepis mit übergroßen Eckakroteren und überdimensioniertem Globus oder Schild im Giebelfeld. Zwischen den zentralen Säulen oben ein Punkt. Die Figur auf der Giebelspitze ist hier eradiert. Ausweislich der Stufen handelt es sich um einen Umlauftempel.

Akrotere sind oft (scheinbar) unmotiviert überproportional gezeichnet, häufig auf denjenigen Münzen, bei denen ansonsten ein größerer Teil unbelegt bliebe.

Es war schon immer umstritten, wo das historische Äquivalent für diesen Tempel gestanden haben könnte. Der konkrete Hinweis auf Jupiter Olympius legt nahe, daß tatsächlich der Zeustempel in Olympia gemeint sein könnte, zumal Augustus auf seiner Reise 15 (?) v.Chr. auch die Peloponnes besucht hatte. Die Tatsache, daß das Original in dorischer Ordnung errichtet war, auf der Münze jedoch ein Tempel ionischer Ordnung erscheint, könnte eher gegen diese Identifikation sprechen. Damit bleibt auch offen, ob der Schild das vergoldete Weihegeschenk aus Sparta (Pausanias) repräsentiert.
Alternativ käme auch das unvollendete (korinthische und schlanke) Olympieion in Athen in Betracht; die Münze wäre dann ein Beispiel für Prägungen mit "projektierten Bauten" (s. Prayon (S.320 u.325, s.Notiz zu #a0011img).