Jahr 129 der Ära (97/98 n.Chr.).

2-säuliger Tempel über Eck nach links vor drei (bewaldeten?) Berggipfeln auf steinigem/ felsigen Grund, links vor dem Tempel ein flammender Altar, zwischen beiden ein Baum; aus dem Felsmassiv hinter dem Altar scheint ein Bogen (Grotte?) ausgehöhlt. Im Säulenzwischenraum ist mit Mühe eine sonst nicht zu identifizierende sitzende Figur (Zeus?) zu erkennen.

Vs. nach links schwebende Nike mit Palmwedel.

Alle Ref. ("monticule boisè", Malloy 102: "three small wooden knolls") bds. stempelgleich.

Daselbe Motiv für Hadrian (RG 90 = SNG France 1526 = Price/Trell 426 Rs. = Malloy 126: "three wooded mountains") bestätigt, daß es sich nicht um einen Hain (so CNG e295.304), sondern um ein Bergmassiv handelt. Die Szene ist dort außerdem dadurch erweitert, daß Altar und Tempel nach rechts verschoben sind, um Platz für einen nach rechts stehenden Stier zu schaffen. Die mittlere Bergspitze scheint eine Grotte (?) aufzuweisen, vergleichbar der Ikonographie des M.Argäus auf Münzen aus Kaisareia/ Kapp., im Abschnitt ein Delphin (?).

Prägeanlaß könnte die kaiserliche Autonomiegarantie (nach Plinius) aus dem Jahr 97/8 sein (im Einz. s. Cheilik, S.222).

Literatur:

Malloy, A.: The Coinage of Amisos, o.O., 1970