Brunnen auf 2-stufiger Basis mit Löwenkopf-Wasserspeiern. Der Bau scheint oben offen zu sein (ähnlich #a0723img), zumindest fehlt eine überkragende Bedachung wie (#a0737img, #a0749img, #a0865img). Gerundeter Sims und fehlende senkrechte Gliederung (vgl. zB #a0749img) sind deutliche Hinweise auf einen runden Grundriß.
Dieser Brunnen unterscheidet sich von den Darstellungen unter Septimus Severus und Caracalla so sehr, daß wohl beabsichtigt war, einen weiteren für den antiken Betrachter identifizierbaren Bau abzubilden - zumal beide Brunnen-Typen zeitgleich (unter Caracalla, Hristova/Jekov S.128) geprägt wurden (s.Notiz zu (#a0723img).

Ref. bds. stempelgleich.
Rs. stempelgleich unter Caracalla (Hristova/Jekov 46.7-8). Von Ruzicka (403.1 Abb.Rs.) als Altar (*) interpretiert, (erstmals ?) korrigiert unter SNG Cop 803.

M.Biernacka (1973, S.316) kennt offenbar nur diese Rückseite, geprägt als Dank für Caracallas Bautätigkeit in der Wasserversorgung.
Die Autorin rechnet damit, daß der Brunnen für die Wasserwerke der Stadt steht, nicht aber individualisierbar sei. Die o.a. Beispiele zeigen jedoch keine spezielle Beziehung zu Caracalla (s. #a0723img: M.Aurelius oder #a0737img: Sept.Severus) und zumindest auch zwei unterschiedliche Bauarten von Brunnen (runder und viereckiger Grundriß).

(*) zB Hristova/Jekov 47.1: typisch mit Flammen.