Auf durchgehender Bodenlinie ein 4-säuliger Tempel auf einfacher Basis zwischen zwei Preiskronen (-urnen); im Hintergrund der Berg Argaios (nähere Beschreibung s. Notiz zum besser erhaltenen Ex. #a0537img).

Bekanntlich ist, mit einer ganzen Reihe von Ausnahmen (zB #a0503img, #a0667img, #a0866img), der Rangniedere in der Regel zur linken Hand des Ranghöheren (auf der Münze rechts) plaziert. Gelegentlich wird der Rangunterschied, wie hier, durch größenunterschiedliche Büstenformate verdeutlicht (so auch zB #a0178img, #a0467img, #a0721img). 'Links' ist leicht zu verstehen, wenn beide Personen den Blick nach vorne wenden (Chantraine S.125). Generell gilt das auch für die anderen Mehrfachfiguren oder -büsten: sie erscheinen voneinander abgewendet (zB Vienna, Caesar-Augustus), hintereinander gestaffelt (zB Bostra #a0811img) oder jeweils frontal (Licinius und Sohn); im Fall von drei gleichrangigen Figuren findet sich der Ehrenplatz für den Höchstrangigen in der Mitte, als Ausnahme ist zB der (zusätzlich kleinerformatige) Kopf des Valerianus jun. zwischen seinem Großvater und Gallienus (#a0641img) bekannt.
Darüberhinaus ist auch die Beobachtung bemerkenswert, daß eine Gottheit, die etwas übergibt, "(immer ?)" (Chantraine S.131) links steht; es ist hinzuzufügen, daß diese Standortzuweisung überwiegend auch für Szenen gilt, in denen der Rangniedere vor einem Kultbild oder einem Tempel opfert (zB Alexandria #a0976img, Ephesos #a0604img).

Literatur:

Chantraine, H.: Mehrfache Büsten und Ganzfiguren... - rechts und links als Anordnungsprinzip; in : Die Münze, Festschrift für M.R.-Alföldi, Frankfurt 1991, S.122-146