Dreitoriger Triumphbogen mit Elefantenquadriga auf Bodenlinie.
Auf besser erhaltenen Stücken (#k02524, #k05049) sind folgende Einzelheiten zu sehen. Die Front, durchbrochen von Toren und Fenstern, besteht aus einem Mauerwerk von versetzten Quadern. Sie ist durch Pilaster (oder Halbsäulen), vielleicht Lisenen, in drei vertikale Abschnitte mit einem gemeinsamen Sims gegliedert: im mittleren Abschnitt der Hauptbogen, bds. daneben die kleineren Tore und jeweils darüber ein Bogenfenster. Tore und Fenster sind offen. Die Halbbögen der Tore liegen Kapitellen (offenbar nicht Kämpfern, dh Widerlagern im Mauerwerk) auf und werden von schlanken Säulen getragen. Alle Säulen stehen stehen wie die o.a. Pilaster auf gleich hohen Basen. Die Konstruktion vermittelt den sicheren Eindruck, daß die Basen (damit Säulen und Pilaster), nicht aber die Fensterrahmen, der Mauerfront vorgesetzt sind. Die vier pilasterähnlichen Senkrechten brechen auf der Höhe der Fenstermitten ab; sie gehen in etwas breitere, senkrechte angebrachte und bis zum Traufsims reichende Rechtecke über, der Sinn ist nicht unmittelbar einsichtig.
Auf dem Gesims steht oberhalb der kleinen Tore auf schmalen Piedestalen je eine Figur mit Lanze in der Rechten, oberhalb des Haupttores dagegen auf massivem Sockel eine Elefantenquadriga mit Lenker von vorn. Die beiden Lanzenträger entsprechen nicht sicher denjenigen auf der Rs. #a1015img, dort sind keine Lanzen zu erkennen.

Die vorliegende und die in RPC abgebildete Münze geben die obigen Informationen nicht her; RPC ist insofern durch die besser erhaltenen Münzen aus dem Netz (s.o. bes. #k05049) zu ergänzen bzw. zu korrigieren, als es sich eindeutig um Elefanten bzw. wohl um einen Triumphbogen (RPC: "gateway") handelt.

Hier liegt einmal mehr (leider nicht in der Sammlung!) eine mit größter Sorgfalt und mit Blick für Einzelheiten gestaltete Prägung vor, welche die nicht selten übergroße Skepsis gegenüber der Zuverlässigkeit und Realitätsnähe der Stempelschneider ein wenig abschwächen sollte (s. Exkurs (( Jedenfalls darf man in diesem Fall sicherlich darauf vertrauen, daß das Bauwerk tatsächlich so ausgesehen hat, wie es die Münze, wohlgemerkt im Kleinstformat, zeigt.
Im übrigen sind die charakteristischen Elemente des Bauwerks sogar auf den späteren (handwerklich weniger eindrucksvollen) Stücken (zB Gallienus #a0485img, #a0592img) zT deutlich zu sehen; insbes. könnte man die obige Beschreibung fast Wort für Wort auf das Ex. #a0938img (Aemilianus) übertragen (vgl. auch das Unikat #k07376, Philippus).