Altar in Form eines Rechtecks, dessen Längsseiten aus zwei Balken bestehen, welche die reliefierte Schauseite hervorheben. Diese trägt einen Kranz (corona civica) in der Mitte, bds. daneben Lorbeerzweig, daneben je ein Dreifuß. Auf der Altarplatte mittig zwei Dreifüße, daneben je drei Äpfel (?). Eng anschließend an die Altarseiten und gleich hoch wie der Altar steht bds. eine Halbsäule; diese tragen einander zugewandte geflügelte Victorien mit Palmwedel und Kranz.

Vgl. Semis Augustus (#a0303img).

Die Prägung zeigt die Schauseite des Altars selbst ("a contemporary image", so Fishwick/ 1999, S.102*), nicht aber die den hl.Bezirk umgebende Mauer (Temenos, Peribolos), wie sie zB auf den Prägungen #a0004img (Divus Augustus, Providentia), #a0321img (Domitian, Salus), #a0224img (Faustina I, Pietas), #a0141img (Faustina II, Consecratio), zu sehen ist; vgl. auch: Altar des Agathodaimon, der mit Flammen und Hörnern über dem Gesims der Propyläen hervorschaut (zB #a0498img, #a0502img).

Nach Strabo waren wohl 60 keltische Stämme in Bild und Wort an den Altarwänden abgebildet.

Der Altar als solcher stand vor einem Podiumstempel, welcher das Zentrum eines von Säulenumgängen umschlossenen heiligen Bezirks darstellte.

Zu Objekten auf Altären s. Notiz zu #a0409img.

*noch bestimmter ders. S.96: "That the coins accurately portray the monument is confirmed by a variety of other testimonia." !

Literatur:

Fishwick, D.: Coinage and Cult: The Provincial Monuments at Lugdunum, Tarraco and Emerita, in G.Paul and M. Ierardi (Hrsg.), Roman Coins and Public Life under the Empire, Ann Arbor 1999, S.95-121