Das Gebäude ist in der Waagerechten anscheinend in zwei Stockwerke, zuzüglich Treppe und Kuppel, geteilt. Jedoch sind die Simse nicht gerade durchgehend, sondern (auf der Münze links oben dezent, rechts oben und in der Mitte eindeutig) abgewinkelt (so auch #a0104img, s.dort). Links ist der mittlere "Sims" sogar durch eine geschwungene Struktur unterbrochen, rechts dagegen durch ein schmales Längsband in Epistyl (des unteren Stockwerks) und in Basis für die Säulen des Obergeschosses zweigeteilt; ihrerseits sind diese (Epistyl und Basis) gekehlt.
Auch in der Senkrechten findet sich keine klare Linie: der Mittelabschnitt scheint unten vier, oben drei Säulen zu besitzen, der linke Seitenflügel jeweils zwei, der rechte jedoch jeweils drei Säulen (ausnahmslos ionischer Ordnung). Diese auf den ersten Blick nicht klaren Strukturen müssen eine Ursache haben, der Graveur hat natürlich mit den mühsam ausgeführten Unregelmäßigkeiten etwas ausdrücken wollen (s.u.).
Darüberhinaus ist im Detail zu beschreiben: in etwa der Breite des "Mittelabschnitts" führt eine von Wangen gefaßte 5-stufige Treppe bis zum Stylobat; die Wangen durchschneiden das Fundament der Seitenabschnitte, dh daß diese in natura nach rückwärts versetzt vorzustellen sind. Auf der rechten Münzseite tragen drei Säulen einen durch zwei Linien angedeuteten Sims; zwischen diesem und einem gleichartigen Sims, der den Boden für das 2. Stockwerk bildet, ist Mauerwerk ausgeführt (s.o.). Die drei etwas kürzeren Säulen des rechten Obergeschosses tragen ein geteiltes Kranzgesims, das seitlich schräg überkragt. Zwischen den Kapitellen der Säulen hängen zwei Girlanden, eine dritte wird zur Mitte hin vom Mittelbau, der mithin davor steht, abgeschnitten. Alle Waagerechten des rechten Münzbildes setzen sich nicht in die Mitte fort, sondern sind etwas nach unten versetzt.
Auf der linken Münzseite tragen zwei Säulen eine sonst ungegliederte hohe waagerechte Struktur; in diese ist, von der inneren Säule in Richtung Münzmitte ein ungewöhnlich flacher Bogen eingelassen, der, weil hinter dem "Mittelbau" verschwindend, nur zT sichtbar ist (dh es handelt sich nicht um ein vollständig abgebildetes Baulement). Mit nur zwei Säulen und geringfügig nach oben versetzt, sonst aber in gleicher Weise wie oben für die rechte Seite beschrieben, erhebt sich das Obergeschoß links. Die jeweilige Anzahl der Säulen auf den Seiten ist natürlich nicht die tatsächliche, sondern beide Seiten sind verkürzt dargestellt. Der überschnittene Bogen unten links mag das vom Rundbau verdeckte Hauptportal eines Flügels der Anlage andeuten.
Der mittlere Abschnitt, der wie beschrieben den Flügeln vorgelagert ist, ist ein Rundbau. Er hat im Münzbild 4 Säulen im Untergeschoß, die äußeren sind schmaler als Hinweis auf den runden Grundriß. Auf anderen Münzen ist deutlich zu erkennen, daß zwischen den Schäften (!) dieser zentralen Säulen (hier nur eben sichtbar) halbrunde Bögen angebracht waren. Zwischen den mittleren Säulen steht eine Statue, auf dieser Münze nicht näher zu beschreiben. Das Obergeschoß besitzt dagegen nur drei Säulen, zwischen deren Kapitellen sich wiederum Girlanden spannen. Zwischen den Schäften bis zu halber Höhe befinden sich zwei jägerzaunartige Geländer. Auf den Säulen ruht ein gekehlter Sims, der eine spitzhalbkugelige, wohl ziegelgedeckte Kuppel trägt. Die beiden "Hörner" sollen wohl das Kuppelauge andeuten.

Große Anzahl von Varianten (sehr feines Ex. #k0090), die strukturell gleichartig erscheinen, wenn auch mit einer ganzen Reihe von (meist doch eher marginalen) Unterschieden. Stempelgleich (#k0521, #k0759, #k2407), Rs. sehr ungewöhnlich (#k1269).

Das Macellum war nach Aussage der Münzen, archäologische Hinweise gibt es nicht (Ausgrabungen unter S.Stefano Rotondo), ein zentraler doppelstöckiger Rundbau mit Kuppel, dem mindestens (!) zwei zweigeschossige Säulenhallen (mit Flachdach?) in nicht klar erkennbarer Weise angefügt sind. Wir sehen auf der Münze nur einen Ausschnitt eines größeren Areals (Macellum Magnum, es gab mehrere kleinere macella in Rom), über dessen Aussehen (und selbst Funktion) nur spekuliert werden kann. Schon Donaldson (S.268) vermutete (allerdings nicht als Folge einer Interpretation des Münzbildes selbst, s.u.) ein Forum, vielleicht auf allen Seiten durch die Säulenhallen geschlossen, in dessen Mitte der Rundbau stand. Dazu könnte passen, daß der Graveur zwei in voller Absicht unterschiedlich ausgeführte Flügel zeigt, vielleicht als Hinweis darauf, daß zwischen diesen und durch den Kuppelbau verdeckt, ein rechter Winkel vorzustellen ist. Dies ist archäologisch vielfach in dieser Weise bestätigt (zB Pompeji, Pozzuoli), auch mit zwei Pavillons in der Mitte eines eingeschossigen Säulenhallenrechtecks (Leptis Magna, mit erhaltenen steinernen Verkaufstischen!).
Im übrigen handelte es sich wohl eher um eine Art Kaufhaus oder Einkaufszentrum als um einen reinen Fleischmarkt mit Schlachterei (carnarium, nicht macellum).