Zwei 6-säulige Tempel in Schrägseitenansicht ('über Eck') auf (anscheinend) gemeinsamem dreistufigem Fundament, aber mit eigenen Stylobata, einander gegenüber. Der linke Tempel besitzt eindeutig insgesamt 12, der rechte dagegen 14 Säulen. Beide Tempel haben ein dreigliedriges Gebälk, die Schrägen bestehen jeweils nur aus Geison und Sima. In den Giebelfeldern je ein Punkt. Die Dächer sind in drei Reihen, den Ortgängen folgend, schindel-/ plattengedeckt. Akrotere sind nicht eindeutig erkennbar, über den Giebeln je ein Kranz.

Bemerkenswerte Rs. Legende, nach der Caracallas Name (Antoninos) dem des Commodus auf Senatsbeschluß assoziiert wurde (BMC lxxix).
Ref. Vs. stempelgleich, Rs. mit anderer Tempeldarstellung (ua geringere Säulenzahl) und Legendentrennung.

Zweites veröffentliches Ex.: bds. stempelgleich (#k6151 = Aukt.Peus 403.710).

Zu Laodikea s. (#a0543img).

Neokorie unter Commodus, nach dessen damnatio erneut von Caracalla verliehen. Allerdings wird auf keiner Ausgabe von einer zweiten Neokorie gesprochen (dazu s. Burrell, S.123). Zugehörige Agone, auf welche die Kränze hinweisen, waren die "ΑΝΤΩΝΕΙΝΙΑ ΚΟΜΟΔΕΙΑ", "ΑΣΚΛΗΠΙΑ" und "ΚΟΙΝΑ ΑΣΙΑΣ". Die mit Jahreszahlen versehenen Großbronzen sind nur zu diesen Gelegenheiten geprägt worden.

Literatur:

Bennett, R.: Local Elites and Local Coinage, RNS Spec.Publ. 51, London 2014