Jahr 143 der Ära, 206/7 n.Chr.

6-säuliger korinthischer Tempel mit geweitetem mittleren Interkolumnium auf hohem ungegliederten Stylobat. Von gleicher Stärke und ebenfalls ungegliedert, jedoch mit Randleisten, trägt der Architrav einen schmaleren zentralen spitzwinkligen Giebel (Satteldach). Von etwa gleicher Stärke sitzen auf den äußeren Enden des Architravs spiegelbildlich größere Giebel in Form von nach außen gerichteten Pultdächern auf. Deren Senkrechten überschneiden geringfügig (konstant auf allen Beispielen zu sehen) den mittleren Giebel bds. an dessen äußeren Enden. Die Spitzen der beiden seitlichen Giebel liegen bei diesem Beispiel gering, bei Varianten (#a0341img, #a0557img) deutlich höher als der Zentralgiebelfirst. Alle Beispiele tragen Eckakrotere. Bei Julia Domna (#k5033, #k5132) und Septimius Severus (#a0047img) ist durch einen Punkt im zentralen Interkolumnium eine Statue angedeutet, auf den Münzen von Caracalla nicht.

Rs. Varianten: Septimius Severus (#a0047img), Caracalla (#a0341img, #a0371img, #a0557img).

Stempelgleich: Dalaison, die übrigen Ref. mit Varianten der Rs.Legende.
Dieser Vs.Stempel ist auch kombiniert mit 4-säuligem Tempel und syrischem Bogen (RNS 33, Nr.1410; #k4419) bzw. konventiellem Dreiecksgiebel (Righetti 598).
Ähnliche Giebel nur noch in Maroneia (#a0436img, s.dort), jedoch ist das mittlere Giebeldreieck dort höher als die seitlichen.

BMC S.41, Nr.3: "the further pediment seen through the broken pediment in front", ansonsten bleibt dieses Bauelement ungeklärt (vgl. Notiz zu #a0430img).

Literatur:

Dalaison, Remy, Amandry: Zela sous l'Empire Romain, etude historique er Corpus monetaire, Numismatica Anatolica 4, Bordeaux 2009