(Balken-) Brücke in parallelperspektivischer Ansicht über einem strömenden Gewässer mit zwei Brückentürmen, die jeweils durch einen eigentlichen Bogen und durch einen darauf aufsitzenden kleineren Bogen zweigeschossig erscheinen. Ganz oben jeweils drei Kugeln, die wohl Zinnen entsprechen sollen. Die hinteren (brückenseitigen) Torwände sind um die vorderen Torseiten (als Achsen) jeweils um 90° nach innen gedreht, sodaß die Tortürme frontalsichtig erscheinen. Dieser Modus ist in diesem Fall sehr leicht zu verstehen, weil das 'Geländer' die jeweils flußaufwärts stehende Bogenwandung (Innenseiten der Bögen) überschneidet. Die Tore sind, was schon die Bögen nahelegen, gemauert - angedeutet durch Querlinien in der ganzen Höhe der Torturmwände. Das Gitterwerk von einem vorderen Pfeiler zum andern soll entweder tatsächlich das Geländer, oder aber die tragende Konstruktion ('Fachwerkbrücke') darstellen. Im ersten Fall stünden die gemauerten zweigeschossigen Türme in besonders auffälligem Mißverhältnis zur möglichen Spannweite, die bei einer einfachen Balkenkonstruktion nur wenige Meter betragen kann. Es ist deshalb eher zu vermuten, daß die Brücke nur äußerst (nämlich auf eine Stützweite als pars pro toto) verkürzt dargestellt wird. Dabei bezeichnen die Türme Anfang und Ende des Gesamtbaus; der Abschnitt zwischen den Türmen stünde dann am ehesten für eine Reihe solcher recht kurzen Abschnitte auf Pfeilern (oder Pontons), die auf dieser Rs. nur eben erkennbar sind (besser #k3091).

Zu einer etwas entfernteren Deutung des Bauwerks: Kowalewski, 1999, S.3-5 (nicht Brücke, sondern Hafensperre; Kugeln auf den Türmen = Winden).