4-säuliger ionischer Tempel mit schlanken hohen und paarweise eng zusammengerückten Säulen auf 2-stufigem Untergrund. Flacher Giebel mit einem rechteckigen (hier nur eben sichtbaren) Fenster, nur ein Firstakroter. Im weiten Innern Standbild der Artemis Leukophryene in der Art der Artemis Ephesia (polymastos, s. Notiz zu #a0066img), von schwebenden Niken bekränzt; Wollknotenbinden/ Perlstäbe reichen von den rechtwinklig abgewinkelten Unterarmen zum Boden; zu Füßen bds. ein Adler mit geöffneten Schwingen.
Der einzige "wesentliche" (Fleischer, S.141) Unterschied zum Kultbild der Artemis Ephesia ist ein hier nicht sichtbarer Schleiermantel, welcher bis auf den Boden reicht.

Ref. (und #k5891) bds. stempelgleich; nur BN online zeigt drei Stufen.

Als (erster) Pseudodipteros (8 x 15 Säulen) von Hermogenes erbaut; der eigentlich 8-säulige Bau stand auf 6 oder 7 Stufen (die auf späteren Münzen auch gezeigt werden). Zum Tempel s. Schultz, S.44f.

Asylrecht.

Literatur:

Schultz, S.: Die Münzprägung von Magnesia am Mäander..., Berlin 1975
Fleischer, R.: Artemis von Ephesos und verwandte Kultstatuen aus Anatolien und Syrien, Leiden 1973