Ein (Podiums-)Tempel mit Dreiecksgiebel auf hohem Unterbau steht nach links auf einer felsigen baumbewachsenen Erhebung, in der Front sechs, längsseitig elf Säulen. Eine breite Freitreppe, deren oberstes Viertel zur Tempelfront geknickt erscheint, steigt vom Fuß des Berges aufwärts. Der hl.Bezirk ist in Form eines Rechtecks, welches zT vom Tempel überschnitten wird, in dessen Hintergrund angedeutet. Innerhalb des Temenos und in Front des Tempels sind ein freistehender Altar, darüber und ohne unmittelbaren Bezug zum Tempel eine Vase (Geldbörse?) erkennbar. Der gesamte Komplex ist aus schräger Vogelperspektive gesehen.
Im Feld links ein Caduceus.

Ref. BN bds.stempelgleich.

Bds. lateinische Umschrift.
Variante mit griechischer Vs. und lateineinischer Rs.Legende: Sawaya 529-32, BMC 20 ua.

Es handelt sich nicht um den Tempel des Jupiter Heliopolitanus (so BMC), sondern (identifiziert durch das Kerykeion) um die Tempelanlage des Merkur ("Mercurius extra muros") auf einer Anhöhe.
Nach Trell (S.132) dient das Kerykeion zum einen als Identifikationshilfe für die griechisch-römische Bevölkerung, andererseits aber auch als Zeichen (Standarte, vgl. Hierapolis Bambyke) der Göttertrias von Baalbek für die semitischen Gläubigen.
((archäolog.Äquivalent

Literatur:

Trell, B.: Phoenician Greek Imperial Coins, INJ 6-7, 1982/3, S.128-141.
Beachte die Seite des Dt.Arch.Instituts (www.dainst.org)