Zwei Tempel in Vorderseitansicht, der linke nach rechts, der rechte nach links gegen eine in der Münzbildmitte stehende Tyche (oder Personifikation des Koinoboulion) gewendet. Beide Tempel haben je insgesamt 12 Säulen auf zweistufigem Grund, sowie plattengedeckte Dächer. Figurale Akrotere an den Frontseiten, ausgenommen die der Figur nächsten Ecken der Dreiecksgiebel.

Rs. Pick (und wohl #k0520, #k4156) stempelgleich. Die übrigen Beispiele von zwei weiteren Stempeln (ua linker Tempel unterhalb des rechten Tempels).
SNG Levante: Rs.Legende fälschlich "ΜΗΤΡΟ" gelesen.

"Γ" steht als Abkürzung für den Vorsitz über die drei Eparchien (Provinzregionen Isaurien, Lykaonien und Kilikien), "Β" für zwei Neokorien.

Bemerkenswert sind der Ehrenname der Stadt ("Antoneinoupolis", so auch Aigeai) und die nicht häufige Personifikation des Koinoboulion ('Provinziallandtag', auch auf Münzen aus Anazarbos, zB Ziegler 308f, s.Notiz zu #a0919img); dessen Mitglieder wählten den Kilikarchen und waren für Aufgaben im Rahmen der Kaiserverehrung verantwortlich.

Das Standbild identifiziert die Tempel als solchen der Provinz; ob Tempelmodelle gemeint sind, ist offen, zumal die Tempel isoliert (so auch #a0496img) abgebildet sind und nicht von der "Gottheit" in Händen gehalten werden.

Literatur:

Pick, B.: Die tempeltragenden Gottheiten und die Darstellung der Neokorie auf den Münzen, in: Jahreshefte des österreichischen archäologischen Institutes Bd 7 (1904), S.1-41