6-säuliger korinthischer Tempel mit gleichsinnig gedrehten Säulen ohne durchgehende Basis. Dreiecksgiebel aus je zwei Perlschnurreihen ohne Akrotere, im Giebelfeld unklares Objekt. Im (vor dem) stark geweiteten mittleren Interkolumnium das kuhköpfige Kultbild, zwischen Kopf und Architrav nach rechts springender Widder, zu Füßen Halbfigur des nach rechts schwimmenden Flußgottes.

Ref. stark abgegriffen, wohl bds.stempelgleich.
4(!)-säulige Tempelfronten mit Giebeldreieck für Philippus I: (#k5511 = Aukt. MuM 20.974); zusätzlich Türen/Paneele zwischen den Säulenpaaren: (BMC 25); belorbeerte Büste rechts: (SNG Italia XII,4.122).

Vgl. (#a0664img, s.dort): ebenfalls 6-s. Tempel, jedoch mit Bogen ohne durchgehenden Architrav. In beiden Fällen befände sich das Kultbild - bei gedachtem durchgehenden Stylobat - vor (!) dem Bau. Das Kultbild selbst ist auf allen Varianten weitgehend gleichartig abgebildet; es liegt deshalb nahe, daß es sich auch um nur einen einzigen, jedoch unterschiedlich dargestellten Tempelbau handelt. Warum nun die 6-säuligen (insbes. die hier vorliegende klassische) Tempelfront (Dreiecksgiebel, aber ohne Basis) im Vergleich zu den viersäuligen Tempeln mit Bogen so selten ist, bleibt ohne erkennbaren Grund.